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  • Eva-Maria Mehler

Silent Night

So leise war es nachts selten auf unserer Straße vor dem Haus - fast niemans hat einen triftigen Grund mehr zu später Stunde durch die Gegend zu fahren. Die einen dürfen, die anderen nicht - außerhalb Bayerns ist es anders. Ist das gerecht?


Viele plagt nicht nur Fernweh, sondern auch die Nähe zu anderen Menschen. Wir fangen an, unsere Freiheit und unser Leben vor Corona zu vermissen - zumindest geht es mir so. Zwar haben diese ungewöhnlichen Lebensumstände sicherlich auch ein paar positive Aspekte, jedoch fühle ich mich so langsam wie ein Vogel im Käfig.



Einsamkeit - manchmal sehnen wir uns danach. Doch gerade jetzt bemerken wir, wie schön es doch ist, auch andere Menschen in unserem Leben zu haben. Corona hat die ganze Welt aus den Angeln gehoben - Traditionen werden einfach aufgegeben und wir beugen uns einem ganz neuartigen Feind. Ein Feind, der es schafft innerhalb weniger Wochen die ganze Weltwirtschaft lahm zu legen und die Grenzen zu schließen, der die mühsam gemachten Fortschritte des letzten Jahrhunderts scheinbar wieder zurückdreht. Wäre es am Ende besser wir wären gar nicht erst dort, wo wir heute sind? Die rasante Verbreitung des Virus ist ja auch dem Fortschritt der Menschheit geschuldet, der es erlaubt unbeschwert von Kontinent zu Kontinent zu reisen.


Noch vor einem Jahr verbrachten wir Ostern in Rom - die Stadt vibrierte voller Leben. Dieses Jahr blieb der Markusplatz leer. Wie geht man mit solch einer Krise um? Die Antwort darauf kennt keiner und auch scheinen wir keinen non-plus-ultra-Plan zu besitzen. Denn die Meinungen verschiedener Personen mit Macht sind laut, und doch läuft es am Ende darauf hinaus zu Hause zu bleiben, ruhig abzuwarten, bis alles vorbei ist, und die stillen Nächte zu genießen, solange es sie gibt.

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